Firmengründung in Deutschland für Ausländer

Das Nützliche kompakt zusammengefasst

Wann dürfen Ausländer ein Unternehmen in Deutschland gründen?

Es gibt bestimmte Regelungen, wenn Ausländer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchten. Dabei kommt es erstmal darauf an, ob die Person aus dem EU- oder Nicht-EU-Ausland stammt, da es hier erhebliche Unterschiede gibt. Wichtig ist ebenfalls das Beherrschen der deutschen Sprache, um die Behördengänge bei einer Unternehmensgründung in Deutschland meistern zu können. Was es noch alles zu beachten gibt, um ein Unternehmen in Deutschland als Ausländer zu gründen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ein Unternehmen in Deutschland als EU-Bürger gründen

Personen, die aus dem EU Ausland kommen, haben es in der Regel sehr einfach in Deutschland ein Unternehmen zu gründen. Denn grundsätzlich gilt, dass alle Personen innerhalb

  • der EU
  • des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)
  • und der Schweiz

bestimmte Freiheiten haben, die es erlauben, in allen Mitgliedsstaaten ein Gewerbe zu gründen, wenn die Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes beachtet werden. Bei diesen Freiheiten handelt es sich um:

  • Die Niederlassungsfreiheit: gehört „zur Grundfreiheit der Personenfreizügigkeit“. Diese gibt einem EU-Bürger grundsätzlich das Recht, innerhalb der EU den Wohnsitz zu verlegen und sich an einem frei gewählten Ort niederzulassen und dort zu arbeiten.
  • Die Gewerbefreiheit: wird auch als „freies Unternehmertum“ bezeichnet und gibt einem die grundsätzliche Freiheit, sich gewerblich zu betätigen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass jeder in allen Mitgliedsstaaten ein Gewerbe gründen darf, wenn die Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes beachtet werden.

Des Weiteren wichtig bei einer Firmengründung durch einen EU-Ausländer sind:

  • Sprachkenntnisse
  • die Plausibilitätsprüfung, dass die Tätigkeit auch ausgeübt werden kann sind
  • Ein BusinessPlan
  • Eine Rentabilitäts– & Plausibilitätsbescheinigung
  • wichtigen Fakten zur Gründung in Deutschland

 

Durch die letzten drei Punkte kann eine Förderung beantragt werden. Denn nur mit diesen Unterlagen kann eine Bewertung und anschließende Zusage der Förderung oder Finanzierung erwirkt werden.

Werden keine Förderungen oder Finanzierungen beantragt, kann der Betreffende in der Regel einfach und problemlos als Ausländer ein Unternehmen in Deutschland gründen. Durch das Freizügigkeitsrecht und die Gewerbefreiheit hat die EU alle Voraussetzungen geschaffen, um einem Startup den Weg zu ebnen. Allerdings muss bei der Firmengründung in Deutschland der Ausländer auch sämtliche Zugangsvoraussetzungen erfüllen, sofern diese gegeben sind.

Beispiel: Thomas Weber wohnt in Österreich und möchte zu seiner neuen Partnerin nach Deutschland ziehen. Da er aber keinen Job hat, macht er sich selbstständig und gründet ein Online Unternehmen. Dieses kann er einfach anmelden und muss keine weiteren Punkte beachten. Er kann nach der Anmeldung direkt mit dem Verkauf seiner Waren beginnen.

Ein Unternehmen in Deutschland als Nicht-EU-Bürger gründen

Eine Firmengründung in Deutschland für Ausländer der Nicht-EU ist hingegen etwas schwieriger. Dies ist nur dann möglich, wenn der Nicht-EU-Bürger eine ganze Reihe an Kriterien erfüllt

–> Voraussetzungen für die Unternehmensgründung durch Bürger aus Nicht-EU-Staaten:

  • Die Vorlage einer gültigen Aufenthalts– und Arbeitserlaubnis
  • Der Zusatz in der Aufenthaltserlaubnis,

dass die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit zulässig ist

  • die Vorlage einer Gewerbeerlaubnis
  • Eine plausible Geschäftsidee

(um eine Scheinselbstständigkeit auszuschließen und vor allem um den Antrag auf Fördergelder genehmigt zu bekommen)

 

–> Maßnahmen für die Unternehmensgründung durch Nicht-EU-Bürge:

Für die Gründung eines Unternehmens in Deutschland muss der Ausländer in der Regel fünf neue Arbeitsplätze schaffen und eine halbe Million investieren, um besonders strengen Überprüfungen zu entgehen. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllen kann, muss sich den außerordentlichen Sonderprüfungen stellen und hoffen, dass dem Antrag zur Existenzgründung zugestimmt wird.

Hierbei wird geprüft,

  • wie die Höhe des Kapitaleinsatzes ist
  • wie sich die Auswirkungen auf Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind durch die Gründung
  • wie die Tragfähigkeit des Startups ist

Zudem hält die Ausländerbehörde Rücksprache mit der IHK, der HK oder den Gewerbebehörden und Berufsvertretungen. Diese Sonderprüfung ist leider notwendig, da zum einen immer mehr Scheinselbstständigkeiten aufgetreten sind und zum anderen, weil zu viele nicht tragfähige Unternehmen gegründet wurden.

Beispiel: Thomas Weber möchte als Nicht-EU-Ausländer eine GmbH in Deutschland gründen. Er muss ein nationales Visum zur Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit beantragen oder nach der Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung mit Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit beantragen. Zudem muss Herr Weber mit einem gültigen Nationalpass, einem biometrischen Passbild, Fragebögen, Krankenversicherungsschutz sowie einem notariellen Gesellschaftsvertrag, Finanzierungs- und Businessplan wie auch dem Nachweis der beruflichen Qualifikationen in der Ausländerbehörde vorsprechen. Die Ausländerbehörde bespricht dann mit der IHK die Geschäftsidee und unterzieht sie einer Prüfung. Wird der Geschäftsidee zugestimmt, kann die Anmeldung beim Finanzamt erfolgen. Nach 3 Jahren erfolgreicher Tätigkeit kann Herr Weber eine unbefristete Niederlassungserlaubnis beantragen.

 

Was wird ebenfalls bei einer Firmengründung in Deutschland von Ausländern benötigt?

Neben den Voraussetzungen, die nur für EU-Ausländer oder nur für Nicht-EU-Ausländer gelten, gibt es auch allgemeine Kriterien, die beachtet werden sollten:

  • Es ist hilfreich, einen Mietvertrag sowie den Nachweis einer Krankenversicherung vorlegen zu können.
  • Weiterhin benötigen Personen ab dem 45. Lebensjahr einen Nachweis über die Einzahlung in eine gesetzliche oder private Rentenversicherung
  • Qualifikationen und Zeugnisse der letzten Tätigkeiten sind ebenfalls bei einer Firmengründung in Deutschland von Ausländern vorzuweisen. Dies ist wichtig zur Prüfung der Tragfähigkeit der selbstständigen Tätigkeit, die aufgenommen werden soll
  • Außerdem sollte ein Bankkonto in Deutschland vorhanden sein

Wer eine GmbH als Ausländer in Deutschland gründen möchte, muss weiterhin vorweisen:

  • den notariellen Gesellschaftsvertrag,
  • den Eintrag oder die Anmeldung ins Handelsregister
  • eine Gesellschafterliste
  • und die Gründungsurkunde

Ebenso sind der Ausländerbehörde Business- und Finanzierungsplan, Ertragsvorschau, Nachweis über die Qualifikationen sowie ein Lebenslauf vorzulegen.

Fazit

Mit der Gründung eines Unternehmens sind viele Behördengänge und auch noch viel weitere Arbeit verbunden. Zudem kann in den ganzen Voraussetzungen schon mal das eine oder andere unter gehen, das Sie im Nachhinein noch mehr Arbeit kostet.

Wenn Sie sich lieber um das tägliche Geschäft kümmern möchten, übernehmen wir gerne für Sie die Arbeit und gründen Ihre Unternehmen mit allem, was dazu gehört.

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